Flyer Fachtagung InHAus

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"Ich bin dann mal da..." Intensivpädagogische Hilfen im Ausland – bewährte und evaluierte Lösungen für ein multiples Problem

Fachtagung am 28.06.2011 in Berlin

 

 

 

 

 

 

  (Foto: Robert Babiak / pixelio.de)

 

Individualpädagogische Hilfen als Angebot für Jugendliche, die einen langen Weg des „Scheiterns“ hinter sich haben, haben sich als Hilfeform etabliert. Sie haben sich bei Jugendlichen als erfolgreich erweisen, deren Lebenskrise sich u.a. durch Kriminalisierung, Drogenkonsum, (Auto-) Aggressionen und Schulabbrüche charakterisiert. Obwohl die Erfahrungen und die Entwicklungsverläufe von intensivpädagogischen Hilfen von Jugendlichen, pädagogischen Kräften und Einrichtungen häufig positiv eingeschätzt werden, ist die öffentliche Wahrnehmung dieser Hilfeform oftmals negativ. Dies ist auch auf die einseitige Darstellung in den Medien zurückzuführen.

Grund für eine teilweise unsachlich und emotional geführte Diskussion ist sicherlich, dass bisher kaum empirische Forschungsgrundlagen zur Frage von Effektivität und Effizienz von intensivpädagogischen Hilfen vorlagen. Hier möchte die Fachtagung ansetzen und durch die Präsentation neuer Forschungsergebnisse zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen. Sie möchte nachvollziehbar machen welche Verläufe intensivpädagogische Hilfen nehmen können und welche Wirkfaktoren ausschlaggebend sind. Ein Augenmerk liegt hierbei auch auf der Individualpädagogik und Ressourcenorientierung in der flexiblen, schulischen Förderung sowie auf den europäischen, rechtlichen Rahmenbedingungen.

 

Tagungsdokumentation:

 (Um die Tagungsbeiträge herunterzuladen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Titel des Vortrages)

 

I. "Hurra, ich darf wieder Lernen!"- Individualpädagogik und Ressourcenorientierung im Kontext schulischer Förderung als Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe“
Thomas Heckner, Flex- Fernschule, Oberrimsingen

 

II. Verläufe und Wirkfaktoren Individualpädagogischer Maßnahmen – ausgewählte Ergebnisse einer explorativrekonstruktiven Studie im Auftrage des AIM“
Willy Klawe, Dipl-Soz, Institut für Soziale Praxis (isp), Hamburg

 

III. InHAus – Individualpädagogischer Hilfen im Ausland: Evaluation, Effektivität, Effizienz
Prof. Dr. Michael Macsenaere, Joachim Klein, Institut für Kinder- und Jugendhilfe IKJ, Mainz

 

IV. Rechtliche Situation von Intensivpädagogischen Hilfen im Ausland auf dem Hintergrund der Verordnung Brüssel IIa
Christian Grube, Rechtsanwalt der Kanzlei Bernzen/Sonntag, Fachgebiet u.a. Kinder- und Jugendhilferecht

 

V. Intensivpädagogische Hilfen im Ausland - Rückblick und Ausblick
Prof. Dr. Dr. Reinhard Wiesner

 

 

 

Die Fachtagung wurde aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. 

 

 

 

Studie zeigt sehr gute Ergebnisse für auffällige Kinder und Jugendliche

Berlin. 8. September 2010. Individualpädagogische Hilfen im Ausland sind hoch wirksam im Umgang mit auffälligen Jugendlichen und überdurchschnittlich effizient. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die erstmals im Auftrag des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (BVkE) die Wirksamkeit von Jugendhilfemaßnahmen im Ausland untersucht hat und heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Ergebnisse der Studie "InHAus - Individualpädagogische Hilfen im Ausland: Evaluation, Effektivität, Effizienz" wurden mit zwei anderen Betreuungsformen verglichen: der Heimerziehung und der intensiven sozialpädagogische Einzelfallbetreuung im Inland. Alle drei untersuchten Hilfeformen erreichen positive Effekte. Die mit deutlichem Abstand stärksten Effekte konnten jedoch die Auslandsmaßnahmen erzielen: Sowohl der Aufbau von Ressourcen als auch die Reduzierung von Defiziten gelingen hier nachweisbar besser als in den beiden Vergleichsgruppen. Diese Hilfeform erweist sich trotz höherer Kosten auch als überdurchschnittlich effizient. So lässt sich der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen mit durchschnittlich rund 530.000 Euro beziffern.

Diese Form der Hilfe wird hauptsächlich bei Jugendlichen eingesetzt, die durch beginnende Kriminalisierung, Drogenkonsum, (Auto-)Aggressionen und Schulabbrüche auffallen. Bevor die Entscheidung für eine individualpädagogische Maßnahme im Ausland fällt, haben diese Jugendlichen bis zu sieben unterschiedliche Jugendhilfemaßnahmen im Vorfeld erlebt. Die Studie zeigt, dass individualpädagogische Hilfen im Ausland effektiv und effizient und für eine spezifische Klientel im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe der richtige Weg sind. Mit dieser Studie will der BVkE dazu beitragen, dass auch zukünftig dieser besondere Weg der Hilfe für gefährdete Kinder und Jugendliche genutzt werden kann.

Hier finden Sie die Statements, Studienergebnisse und Präsentationen: