Gemeinsam mit den zahlreichen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern von
„Muschel in Europa 2026“ pilgerte die
Gruppe nach einem kurzen
Wortgottesdienst von der Pfarrkirche
St. Bartholomäus in Ettenheim nach
Rust.
Die etwa 9 Kilometer lange Strecke
eignet sich sehr gut für die praktische
Einstimmung in das Thema.

 

H

Heftige Regengüsse gleich zu Beginn führten fast zu einem Abbruch, aber letztendlich ging alles gut und die ersten Kontakte waren bereits geknüpft.

 

Bischof em. Adrian van Luyn spendete sodann allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Auftaktveranstaltung den Aussendungssegen. Dieser gilt symbolisch für alle Projektteilnehmer des BVkE, die sich in den kommenden Monaten oder in den nächsten Jahren auf die Jakobswege begeben.

 

Möglichst viele Dienste und Einrichtungen des BVkE gestalten mit, um ein einzigartiges deutsches und europäisches Netzwerk zu bilden. Dieses Netzwerk verschafft jedem einzelnen Pilger und jeder Pilgerin das Gefühl und die Gewissheit, gestaltender Teil einer großen Idee und Aktion zu sein.

 

 
 

In Bewegung sein - Mit jungen Menschen auf den Jakobuswegen in Deutschland und Europa

Protokoll der Auftaktveranstaltung 25./26.06.2016 im Europa-Park Rust

Auftakt Pilgern 1


Dieser Auftakt des BVkE-Pilgerprojekts war mit dem Rahmenprogramm der Veranstaltung „Muschel in Europa 2016“ kombiniert. Veranstalter waren die Badische Jakobusgesellschaft und die Kirche im Europa-Park.
Eine Gruppe von 23 Teilnehmern aus 10 Einrichtungen des BVkE hatte sich zu der Auftaktveranstaltung angemeldet. Zwei Einrichtungen konnten kurzfristig aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen, sodass 20 sehr interessierte und engagierte
Frauen und Männer aus der Erziehungshilfe des BVkE den Weg zum Europapark Rust fanden, um sich miteinander bekannt zu machen, zu informieren, auszutauschen und das Projekt „In Bewegung sein – Mit jungen Menschen auf den Jakobuswegen in Deutschland und Europa“ zu starten.
Gemeinsam mit den zahlreichenTeilnehmerinnen und Teilnehmern von „Muschel in Europa 2026“ pilgerte die Gruppe nach einem kurzen Wortgottesdienst von der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Ettenheim nach Rust.
Die etwa 9 Kilometer lange Strecke eignet sich sehr gut für die praktische Einstimmung in das Thema.
(Foto Europa-Park Rust)

Nach musikalischer Begrüßung des Europa-Parks ging es in die Pfarrkirche Petri Ketten in Rust zur Feier der Hl. Messe mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, Bischof Adrian van Luyn SDB, emeritierter Bischof von Rotterdam. Mit ihm feierten Pater Clemens Schliermann, Missionsprokurator der Salesianer in Bonn und vielen aus seiner aktiven Zeit im BVkE bekannt sowie Europa-Park Seelsorger Andreas Wilhelm. Diese Persönlichkeiten standen zusammen mit Norbert Scheiwe, dem Präsidenten der Badischen Jakobusgesellschaft, allen Teilnehmern für zahlreiche Gespräche und Kontakte zu Verfügung.

Nach einem sehr gelungenen und kommunikativem portugiesisch-spanischem Abend startete am Sonntagmorgen die BVkE-Gruppe in die erste und nach dem Mittagessen in die zweite Arbeitseinheit (siehe Protokollteile 2 und 3).

Am Vormittag begrüßte Europa-Park-Inhaber Jürgen Mack die 120 Anwesenden und Pilgerfreunde.
(Foto Europa-Park Rust)

Schließlich richtete der ehemalige Kultus- und Staatsminister von Baden-Württemberg, Helmut Rau, an die Zuhörerschaft engagierte und nachdenkliche Worte. Er zeigte sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der EU – vor allem über den Austritt Großbritanniens aus dem Staatenbund. Die europäische Dimension des Jakobsweges wurde allen sehr bewusst.


Der Auftakt zum Pilgerprojekt war insgesamt gelungen und macht Mut, weitere Interessenten aus den Diensten und Einrichtungen des BVkE für die Teilnahme zu gewinnen.


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Auftakt Pilgern 2

Informationen und Impulse durch die BVkE-Projektgruppe

Die Idee

Pilgern auf den Jakobswegen basiert auf langjährigen Erfahrungen vieler Einrichtungen des BVkE. MitarbeiterInnen und junge Menschen aus der Erziehungshilfe kamen mit Erfahrungen und Eindrücken zurück, die mit Recht als nachhaltig bezeichnet werden dürfen.
Die über tausend Jahre bekannten Jakobuswege üben in unserer säkularisierten Zeit eine enorme Faszination aus.

Die einen pilgern, um Gott zu suchen und finden sich selbst.
Die anderen pilgern, um sich selbst zu suchen und finden Gott.


Unsere jungen Menschen und ihre Familien in der Erziehungshilfe sind auf der Suche und suchen auch Orientierung. Wir wollen die Pilgerwege nutzen, um jungen Menschen mit schwersten emotionalen Belastungen und Behinderungen und auch deren Angehörigen einen verbesserten Zugang zu ihren Ressourcen zu ermöglichen und sie in der individuellen Entwicklung zu fördern.

Durch die Initiative des Christophorus Jugendwerks in Oberrimsingen erbauten katholische Jugendhilfeeinrichtungen im Zusammenschluss des Vereins H.E.E. auf recht unkonventionelle Weise das Europäische Haus der Begegnung in Foncebadon, welches nun nach und nach seiner Bestimmung, jungen Menschen in Krisen und auch Mitarbeitenden die Chance zu geben, das Leben neu zu sortieren und Perspektiven zu entwickeln, zugeführt wird. Dieses Haus liegt direkt am Pilgerweg in wunderschöner Lage. Es ist keine Pilgerherberge für ermüdete Pilger, nutzt aber die Ausstrahlung und die Möglichkeiten des Jakobsweges.


Die durch vielfältige Erfahrungen belegten positiven Effekte des Pilgerns mit jungen Menschen aus der Erziehungshilfe sollen nun verbreitet werden, damit auch diejenigen, die sich bislang nicht trauten oder noch keinen Zugang zum Pilgern gefunden haben, hierzu motiviert werden.

Pilgern im Netzwerk

Das gelingt am besten mit einem Netzwerk als Ideengeber und Ideenweitergeber und als Unterstützer.
Neu im Vergleich zur bisherigen, vielfältigen Praxis in diesem bundesweiten Pilgerprojekt sind:
- Die einrichtungsübergreifende Gemeinschaftsidee
- Die pastorale Dimension
- Die Größenordnung
- Die mehrjährige Projektdauer
- Die innovativen konzeptionellen und inhaltlichen Impulse
- Die multinationale und multikulturelle Dimension
- Die Qualitätsentwicklung
- Die Nutzung der Projektteilnahme als Marketinginstrument und Alleinstellungsmerkmal
- Fortbildung
- Die fortlaufende Dokumentation
- …

 

Neuorientierung des Projektes

Die Vorbereitung des Projektes war schon sehr weit vorangeschritten und ein hauptamtlicher, erfahrener Mitarbeiter gefunden. Über 40 Einrichtungen hatten sich angemeldet. Weil aber die Finanzierung noch nicht vollständig geklärt war, wollte der BVkE-Vorstand das Restrisiko nicht tragen und das Projekt konnte in der vorgesehen Form nicht zum Beginn dieses Jahres starten.
Die Mitglieder der Projektgruppe haben sich dann entschieden, das Pilgerprojekt „In Bewegung sein – Mit jungen Menschen auf den Jakobswegen in Deutschland und Europa“ dennoch zu starten, die Grundideen fortzuführen und diese Auftaktveranstaltung in verkleinerter Form für einen Neustart zu nutzen. Der BVkE-Vorstand hat dem soweit zugestimmt. Die Projektarbeitsgruppe ist nun dem BVkE-Fachausschuss Spiritualität und Ethik zugeordnet.
Bisher können wir auf die gute Vorarbeit zurückgreifen. Vieles wird ehrenamtlich und aus einigen beteiligten Einrichtungen getan. Denn wir finden: Diese Idee ist einfach zu gut, um sie zu verwerfen. Sie hat es verdient, mit Leben erfüllt zu werden.
Nutzen wir also die Chance, uns kennen zu lernen und zusammen zu schließen mit der Absicht, das Pilgern auf den Jakobswegen mit Hilfe des BVkE zu einem Baustein sinnerfüllender und wirksamer Erziehungshilfe zu implementieren.

Aufbrechen und Ankommen

Jeder Abschnitt und jeder Tag des Pilgerns soll vom Aufbrechen und Ankommen gerahmt sein. Das gilt auch für das Projekt „In Bewegung sein…“. Wir sind gestern zu einem Pilgerweg aufgebrochen und hier angekommen.
Heute wollen wir die Schritte in das bundesweite Projekt gehen und heute Nachmittag mit dem Ergebnis nach Hause fahren, dass wir an einem Netzwerk mitwirken, welches einladend und motivierend wirkt.

Die Pilgerwege wollen wir in den nächsten Jahren in Deutschland, Frankreich und Spanien, vielleicht auch in anderen Ländern, nutzen.
Auf den Jakobswegen in Deutschland finden sich gute Möglichkeiten für kleinere und größere Abschnitte. Symbolisch ist es geplant, Deutschland in Form eines Kreuzes komplett zu durchqueren, vom Norden in den Süden und vom Osten nach Westen.
Die Jakobswege in Frankreich und Spanien führen nach Santiago de Compostela und verbinden sich mit den Wegen in Deutschland. So werden wir es sicherlich schaffen, eine durchgehende Pilgerstrecke vom Norden und Osten Deutschlands bis nach Santiago de Compostela miteinander zu gehen oder auch mit dem Fahrrad zu fahren. Manche Abschnitte werden auch mehrfach von unseren Mitgliedern genutzt werden. Insgesamt bilden wir damit auch die europäische und historische Dimension der Jakobswege ab.


Das Verbindende herausarbeiten.


Damit fangen wir in dieser Auftaktveranstaltung an. Ein übergreifendes Projekt macht nur Sinn, wenn es für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und für die beteiligten Institutionen erfahrbar und greifbar wird. Dieses gelingt durch Tagungen, Aktionstage, Pilgertreffs, gemeinsame Symbole. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die geplante kommunikationsorientierte Dokumentation, welche die dokumentierten Pilgerstrecken wie in einer Collage auf einer Internetplattform aufzeigt.
An diesen Themen werden wir noch verstärkt nach der Neuorientierung des Projektes arbeiten müssen. Wir erhoffen uns auch von diesem Treffen die eine oder andere Idee.


Alle können den Jakobsweg pilgern.


Je nach dem institutionellen Kontext ist dieses Programm für verschiedenste Gruppierungen geeignet. Kinder und Familien, Jugendliche und Erwachsene, Mitarbeitende, stationäre Gruppen, ambulante und teilstationäre Gruppen, Gruppen aus Beratungskontexten, Schulklassen, Menschen mit Behinderungen und gemischte Gruppen: Für alle lässt sich etwas finden und entwickeln.

Ziele und Methoden

Folgende Ziele und Methoden haben wir herausgearbeitet, wobei die Schwerpunktsetzung je nach Gruppierung und Absicht variieren kann.
- Reifung der Persönlichkeit (Selbstwirksamkeit, Partizipation, soziales Lernen, Inklusion, Heilung, Resilienz)
- Verstehen und Sinnfindung (Innere Wegfindung, Grundsatzthemen, Spiritualität, Sinnfragen, Verstehen, Salutogenese)
- Belastbarkeit („Ich kann das“, gegenseitige Ermutigung, Gesundheit)
- Wissenserweiterung und nonformale Bildung (außerschulische Bildung, Geographie, Geschichte am Weg, Kultur, Interkulturelles Lernen, Sprachkompetenz, Natur, Ökologie und Schöpfung, Politische Zusammenhänge)
- Deutschland und Europa begreifen (Nationale und internationale Begegnungen, Abbau von Ressentiments, Grenzen in Europa überschreiten können, Gleichgesinnte aus vielen Ländern der Erde)

 

Buen Camino


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Auftakt Pilgern 3


In zwei Arbeitsrunden diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung und tauschten sich über Planungen und Erfahrungen aus.
Nachfolgend werden die Ergebnisse stichwortartig wiedergegeben.


Diskussion und Austausch


Jeder/jede trifft seine/ihre eigene Entscheidung zu pilgern.
Junge Menschen staunen über die Schönheit der Natur, die sie zuvor nicht in dieser Intensität wahrgenommen hatten.
Jeder/jede soll und darf seinen/ihren eigenen Rhythmus finden.
Die jungen Menschen nicht überfordern, sowohl bei den Etappengrößen und auch der eventuellen Anforderung, gemeinsam zu gehen.
„Der sich den Wolf läuft“
Alle, insbesondere die Verantwortlichen, sind gehalten, die religiösen Erfahrungen und Wahrnehmungen der Teilnehmenden zu akzeptieren.
Auf dem Jakobsweg ergeben sich immer Begegnungen mit anderen.
Die hiermit verbundenen Eindrücke sind für viele von zentraler Bedeutung.
Zeit haben für sich und für die anderen.
Traumatisierte Kinder und Jugendliche wirken auf dem Jakobsweg entspannt und normal. Auffällig sind eher manchmal die anderen.


Die Nachhaltigkeit des Pilgerns zeigt sich eher langfristig, auch wenn die jungen Menschen aus der Erziehungshilfe im Anschluss und auch weiterhin sehr beeindruckt sind. Aber der Alltag bleibt zunächst Alltag mit gewohnten Verhaltensmustern. Mehrfache Erfahrung, dass Jugendliche nachher äußerten, den Weg auch mit Vater oder Mutter gehen zu wollen.


Planungen, Erfahrungen, Netzwerk

Die nachfolgenden Berichte sind durchmischt von Projektbeschreibungen, Einrichtungserfahrungen und Fachhinweisen.


Mehrere Gruppen des Caritas-Kinder- und Jugendheimes Rheine werden in diesem und im nächsten Jahr in Deutschland das Kreuz pilgern. Den Auftakt macht eine Pilgergruppe, die sich zu Rad von Görlitz bis Aachen auf den Weg macht (Via Regia und Elisabethpfad).
Viele Pilgerwege in Deutschland sind gut ausgeschildert, manche haben noch Schwächen. Die Infrastruktur der Herbergen in unserem Land ist vorrangig auf Einzelpilger ausgerichtet. Daher sollten Gruppen, die in Deutschland mit Übernachtung pilgern, gut vorplanen (Campingplätze, Pfarrheime, Hallen, Jugendherbergen…)
Die Caritas Rheine führt im Oktober 2016 eine Pilgermaßnahme auf den letzten gut 100 km bis Santiago de Compostela mit über 40 Mitarbeitenden durch. Planung und Organisation übernehmen erfahrene Pilger aus dem Caritas-Kinder- und Jugendheim.
Eine Jugendliche erhielt vom Jugendrichter in Absprache mit dem Staatsanwalt die Auflage, 40 Stunden zu pilgern. Diese Jugendliche war bereits für das Pilgern eingeplant.


Die Kinder- und Jugendhilfe in Henneckenrode hatte mit der gesamten Einrichtung eine Aussendungsfeier vor Ort mit einer Tagesaktion verbunden. Dann pilgerten die Gruppen auf der Via Scandinavia. Als Besonderheit wurde berichtet, dass keine fortlaufenden Übernachtungsplätze nach den Tagesetappen gewählt wurden, sondern immer ein Zeltplatz im vorderen Wegbereich. Solange dieser Punkt noch nicht erreicht war, wurde die Pilgergruppe zu diesem Platz und am nächsten Morgen zurück zum Pilgerpfad gefahren.
Infrastruktur (Verpflegung/Übernachtung) vorher planen, wenn Gruppen unterwegs sind. Einzel- oder Zweiermaßnahmen können offener gestaltet werden.
Manche Einrichtungen pilgern auch mit ambulanten Betreuten und mit Eltern. Dazu werden vorzugsweise Tagesetappen in überschaubarer Nähe ausgewählt, insbesondere wenn Eltern und Kinder teilnehmen.
Hinweis: Nicht zu viele Personen mitnehmen, zumindest am Anfang.
Stets beachten: Immer ankommen, auch nach Tagesetappe (Prinzip: Aufbrechen und Ankommen), positiven Abschluss schaffen. Gelingen ist wichtig.
Austausch mit anderen mitpilgernden Menschen, um das Pilgerfeeling zu fördern.
Bei uneinheitlichen Interessenslagen und Einstellungen zum Pilgern gilt: Mit den Motivierten beginnen. Gute Erfahrungen sprechen sich schnell herum und wecken Begehrlichkeiten.


Der ´Kleine Muck´ aus Bonn pilgert den Eifelweg Bonn – Trier. Vorzugsweise wird eine Pilgerstrecke mit viel Wald und Naturerfahrung gewählt. Die Offene Grundschule nutzte den Weg für ein Wochenende. Aus den ambulanten Hilfen pilgerte erst das Team, um den Geist des Pilgerweges zu atmen, dann die betreuten Familien.
Die Offene Ganztagsschule geht den Weg von Bad Münstereifel nach Blankenheim. Im vergangenen Jahr fand hierzu ein Probepilgern statt. Für die verschiedenen Maßnahmen wurde ein Logistikteam gebildet.
Die Teilnehmer erhalten ein T-Shirt mit der Aufschrift „Kleiner Muck unterwegs“ mit Jakobsmuschel. Für jede Strecke erhält jeder Teilnehmer eine Perle mit der Beschriftung „Kleiner Muck“. Alles wird dokumentiert.


Das St. Vinzenzhaus in Speicher/Eifel pilgert in diesem in zwei Abschnitten von Köln nach Trier.


Das Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen wird wieder mit kleinen Einheiten (2 Erwachsene und 2 Jugendliche) auf dem badischen Jakobusweg starten.
Wiederum findet das Programm ´Bauen und Pilgern´ in Foncebadon statt. Im Anschluss fahren die Jugendlichen mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela.
Die Offene und Mobile Jugendarbeit macht sich mit Jugendlichen aus der Gemeinde auf die Pilgerwege in Frankreich und Spanien.
Jede/r Mitarbeiter/in des Campus Christophoruswerk muss im Rahmen eines Einführungskurses am und auf dem Jakobsweg in Spanien gewesen sein. Die Kosten übernimmt die Einrichtung.


Das Josefshaus in Olpe begann mit einer Tagesetappe in der Region als Werbung. Außerdem wurde ein Probepilgern durchgeführt.
Für eine Woche wurden Jakobswege in Frankreich ausgewählt.
Ein Sternpilgern im Kreis Olpe aus Anlass des 150sten Jubiläums des Josefshauses führte zum Grab der Ordensgründerin, unterwegs mit Impulsen und Spielideen bereichert. Das Einrichtungslogo wurde vergrößert und den Gruppen als Puzzleteil mitgegeben, welches dann in der Kirche in Olpe zusammengefügt und anschließend in der Einrichtung ausgestellt wurde.
Die Einrichtung geht den Westfälischen Weg, den Hellweg ab Schloss Corvey. Dieser ist gut dokumentiert in den Schriften des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Übernachtungen erfolgen in Jugendherberge, Schützenhalle, Gemeindehaus. Begleitfahrzeug und Essensversorgung unterstützen die Pilger.


Pater Clemens Schliermann stellt fest: Indem wir erziehen, evangelisieren wir. Indem wir evangelisieren, erziehen wir.


Das Frere-Roger-Kinderzentrum Augsburg pilgert den Bayerischen Weg bis Scheidegg, weiter über die Schweiz und Deutschland. Die Aussendung erfolgt gemeinsam für verschiedene Teilnehmergruppen in der Jakobervorstadt Augsburg.
Außerdem wird Pilgern für Mitarbeiter angeboten.


In der Jugendhilfe St. Elisabeth Dortmund machte sich zunächst die Leitung auf den Pilgerweg von Dortmund nach Lünen.
Weitere Planungen sehen Pilgern für Mitarbeitende vor.
Eine Jugendgruppe wird in den Herbstferien im Harz pilgern.


Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können pilgern. Erste Erfahrungen liegen bereits vor. Da Ortswechsel, vor allem das Überschreiten von Grenzen der Bundesländer mit Genehmigung durchaus möglich sind, bietet sich für diesen Personenkreis sehr gut das Pilgern in Deutschland an. Es wurde aber auch schon von Auslandsmaßnahmen berichtet, das sei jeweils abhängig vom Status.


Gelegentlich wechselte der Sprachgebrauch vom Pilgern zum Wandern. Es wurde festgestellt, dass Pilgern auf Pilgerwegen stattfindet und in der Regel mit einem spirituellen Hintergrund verbunden ist.


Die pilgernden Gruppen, Dienste und Einrichtungen sind aufgerufen, jedes Projekt mit etwa einer Seite (Text/Fotos) zu dokumentieren. Fakten und Eindrücke sind willkommen. Ist die Maßnahme sehr umfangreich, kann sicher auch eine etwas umfassendere Dokumentation gewählt werden.


Unter dem Stichwort „Jakobsweg Dokumentation BVkE“ bitte an das Caritas-Kinder- und Jugendheim in Rheine senden
kinderheim@caritas-rheine.de .


Mitglieder der Projektgruppe bieten an oder vermitteln Beratung in den BVkE-Einrichtungen zum Pilgern auf den Jakobswegen. Nachfragen an
nscheiwe@t-online.de und norbert.doernhoff@live.de .


Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Auftaktveranstaltung wünschen die Durchführung einer Fortbildung für Jakobspilger.
Außerdem wird ein erneutes Treffen im kommenden Frühjahr gewünscht.
Die Projektgruppe „In Bewegung sein…“ wird sich mit der weiteren Planung befassen