Expertengespräch am 25.10.18 in Berlin
Was steht hinter den Zahlen des „Monitors Hilfen zur Erziehung“? Über 1 Mio. junge Menschen erhalten im Jahr 2016 Hilfen zur Erziehung. 10 Mrd. EUR wurden für Hilfen zur Erziehung im Jahr 2016 aufgewendet. 58% der Gesamtkosten für Hilfen zur Erziehung fallen für die Heimerziehung an. Wie sind diese Ergebnisse des diesjährigen Monitors zu verstehen und zu bewerten? Wie kann der Anstieg der Hilfeempfänger erklärt werden und was steht hinter den 10 Mrd. EUR für die Hilfen zur Erziehung? Diese Fragen stehen im Zentrum des Expertengesprächs in Berlin. Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie der freien und öffentlichen Trägern nehmen Stellung zu den aktuellen Zahlen des Monitors und diskutieren die Hintergründe der Ergebnisse für die Praxis. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, was eine leistungsfähige und erfolgreiche Erziehungshilfe bedingt. Neben den Impulsen wird es die Möglichkeit zum Praxisdialog geben, um Ergebnisse für die eigene Praxis zu diskutieren.
 
 

Aufgrund der gestiegenen Anzahl von geflüchteten Menschen und unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA) werden vielfältige neue Anforderungen an das Personal und die Einrichtungen in der Erziehungshilfe gestellt.


Vor diesem Hintergrund stehen im Projekt FORUM:A die Verbesserung der Chancen und Perspektiven von unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) und von Menschen mit Migrationshintergrund in den Mittelpunkt. Das Projekt wird von Juli 2016 bis Juni 2019 gefördert.


Zielsetzungen des Projekts
Mit Blick auf die Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe bzw. der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgt der BVkE mit FORUM:A zwei Zielsetzungen:

  1. Unterstützung bei der Personalentwicklung, indem berufsbegleitende Qualifizierungen für Fach- und Führungskräfte angeboten werden, um Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten z. B. im interkulturellen Kontext zu verbessern.
  2. Stärkung von Organisationsentwicklungsprozessen, indem Strukturen und Innovationen zur Optimierung von Hilfsangeboten thematisiert werden.

Dabei stehen zentrale Themen wie u. a. die Interkulturelle Öffnung von Einrichtungen und Diensten sowie das Wissen um und der Ausbau von Zugangsmöglichkeiten zu Bildung und Arbeit junger Flüchtlinge im Vordergrund.
Zielgruppen des Projekts sind Mitarbeitende aller Funktionsebenen und Tätigkeitsbereiche der (teil)stationären und ambulanten Erziehungshilfe, die mit UMA und mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten.

Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Deutschland ist momentan völlig offen. Aktuell beschäftigen sich die Einrichtungen mit einem Rückbau. Gleichzeitig haben sie im Blick, dass mit einer Veränderung der politischen Situation in den Herkunftsländern auch die Flüchtlingszahlen wieder rasant steigen können. Parallel erhält der BVkE Signale, dass jetzt die Zeit ist, sich mit Aspekten wie z.B. Qualitätsmerkmale, pädagogische Ansätze, Gestaltungsspielräume von Übergängen auseinanderzusetzen.


Wie ein passendes Angebot für 2018 aussieht, können wir heute nur erahnen. Das Projekt FORUM:A wird den Austausch innerhalb des Verbandes im Blick behalten und versuchen, schnell auf andere bzw. weitere Bedarfe zu reagieren.

 

Kontakt
Andrea Keller (BVkE, Projektleitung FORUM:A)
Fon: +49 (6131) 94797-71
E-Mail: andrea.keller@caritas.de


Thea Schmollinger (Projektreferentin)
Fon: +49 (6131) 94797-50
E-Mail:  thea.schmollinger@caritas.de


Das Institut für Kinder und Jugendhilfe gGmbH in Mainz (IKJ) ist als Kooperationspartner des BVkE u.a. im Projekt „Evaluation Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ ein zentraler fachpolitischer Partner und in FORUM:A beratend tätig.

 

Das Projekt „Organisations- und Personalentwicklung in der Arbeit mit Unbegleiteten Minderjährigen Ausländern (FORUM:A)“ wird im Rahmen des Programms rückenwind+   durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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