>b>Dokumentation
 
 

Kooperationsveranstaltung Gemeinsam sind wir Hilf-Reich!?

Kooperation von Jugendhilfe und
Gesundheitswesen

Die Gesundheit und förderliche Bedingungen für das Aufwachsen sind für das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen von wesentlicher Bedeutung. Schwierige familiäre Beziehungen sowie schädigende Einflüsse des sozialen Umfeldes der Kinder und ökonomische Probleme können konkrete Gesundheits- und Entwicklungsrisiken für Kinder und Jugendliche bedeuten. Eine stärkere Kooperation und Abstimmung von Gesundheits- und Jugendhilfe ist daher unabdingbar, um Unterstützung für Familien leisten zu können, wie beispielsweise die aktuelle Diskussion um die gesetzliche Weiterentwicklung des Kinderschutzes zeigt. Auch die Debatte zwischen der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe sowie die Diskurse rund um das „inklusive SGB VIII“ zeigen: Die Orientierung des fachlichen und politischen Handelns an den Bedürfnissen und Bedarfen des Kindes erfordert im Alltag eine enge und konstruktive Kooperation zwischen der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen. Psychotherapeutische Hilfen und kinder- und jugendpsychiatrische Behandlungen von Kindern in der Heimerziehung sowieHeilpädagogik und Einzel- und Familien-therapie in den ambulanten Erziehungshilfen stellen die Akteure immer wieder vor die Herausforderung, die unterschiedlichen Systemlogiken, gesetzlichen Regelungen und Finanzierungs-strukturen für den Einzelfall abzustimmen.
Dies geschieht unbeabsichtigt oft zu Lasten der Adressatinnen und Adressaten und in Abgrenzung der Helfersysteme voneinander. Denn trotz aller Belastungen von Kindern und Jugendlichen in den Erziehungshilfen muss einer Pathologisierung von Kindheit entgegen gewirkt werden, indem Soziale Arbeit, Psychologie und Medizin im Sinne der Betroffenen auf Augenhöhe miteinander kooperieren, ihre Handlungsansätze aufeinander abstimmen und vor allem die zu Unterstützenden beteiligen. Ausgehend von Fragen wie „Wer definiert eine pädagogische oder medizinische Zuständigkeit anhand welcher Bedarfe von Kindern? Wer agiert wann mit wem, mit welchem Auftrag und in welcher Rolle – und wer bezahlt das Ganze?“ sollten während dieser Veranstaltung konstruktive Handlungswege aufgezeigt und entsprechende fachliche und politische Forderungen gestellt werden.
Im Rahmen der Fachtagung, die von den vier Bundesfachverbänden für Erziehungshilfen AFET, IGfH, EREV und BVkE gemeinsam mit der DGSF durchgeführt wird, sollten die Schnittstellen zwischen der Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Erwachsenenpsychiatrie, der Kinder- und Jugendmedizin und der therapeutischen Heilberufe in den Fokus genommen werden.

Die Dokumentation finden Sie zum download in der rechten Spalte.